In unserem Dritten Teil geht es gen Osten an die Küstenstadt Durban. Durch die perfekte Strandlage und die ganzjährig angenehmen Temperaturen hat sich die Stadt zu einem beliebten Ferienort gemausert, Sonnenscheingarantie inklusive. Die 300 Sonnentage im Jahr prägen das Klima in Durban und laden dazu ein am kilometerlangen Strand zu verweilen oder sich sportlich beim Wellenreiten, Kitesurfen und ähnlichem zu betätigen. Allerdings kann man auch ohne nass zu werden abtauchen. Im nachgebauten gesunkenen Dampffrachter der uShaka Marine World können unzählige Meeresbewohner hinter riesigen Aquarien bestaunt werden. Der Unterwasserzoo befindet sich wie viele weitere touristische Attraktionen an der fast 6km langen Golden Mile Strandpromenade, welche von unzähligen Hotels, Restaurants, Bars und Shoppingmöglichkeiten gesäumt ist. Weiterlesen »
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Fussball WM 2010 Südafrika – Teil 3 Durban
Fussball WM 2010 Südafrika – Teil 2 Johannesburg
Auch wenn viele Reisende Johannesburg nur als Zwischenstation auf ihrem Weg nach Kapstadt oder zum Krüger national Park sehen , ist es doch das eigentliche Tor des Landes. Johannesburg ist die größte Stadt des Landes, sie ist von eminenter wirtschaftlicher Bedeutung nicht nur für das Land sondern die gesamte Region des südlichen Afrikas. Sie hat den größten Flughafen und bietet umfangreiche Dienstleistungen an, neben Banken natürlich auch Versicherungen. Große Bergbaukonzerne sind hier beheimatet, die Diamanten Südafrikas verlassen über Johannesburg den Boden und werden in alle Welt vertrieben. Überhaupt verdankt sich die Existenz der Stadt dem größten Goldvorkommen der Welt, das heute allerdings weitgehend erschöpft ist.
Johannesburg ist aber auch der soziale Brennpunkt des Landes. Zu Zeiten von Apartheid und Rassentrennung kam es in den schwarzen Wohnvierteln immer wieder zu völlig berechtigten Unruhen und Aufständen, deren Blutzoll hoch war und Südafrika in die Isolation trieb. Erst im Jahre 1990, mit der Befreiung Nelson Mandelas und der Abschaffung der Apartheid kehrte Ruhe ein. Die sozialen Spannungen sind jedoch geblieben. Die Stadt ist enorm gewachsen, etwa 8 Millionen Menschen leben im Ballungsraum, die Arbeitslosigkeit liegt bei sagenhaften 37% und entsprechend ist die Kriminalität ein enormes Problem. Die weiße Bevölkerung sucht sich sicherere Wohngegenden außerhalb des Stadtgebietes. Die Innenstadt ist abends verwaist und vermutlich wird in keiner Stadt der Welt soviel Stacheldraht gehandelt wie hier.
Der Ruf der Stadt ist von diesem Sicherheitsproblem geprägt. Zeitweise war Johannesburg die gefährlichste Stadt der Welt und hatte mehr Mordopfer als Verkehrstote zu beklagen. Inzwischen ist Johannesburg sicherer geworden. Allerdings heißt das keinesfalls, dass man sich unbesorgt bewegen kann. Der Besucher sollte sich unbedingt vor Ort über angemessenes Verhalten informieren, jede Provokation vermeiden und sich vorab orientieren. Kameras, Geld, Wertgegenstände sind leichte Beute. Ein Tourist ist jederzeit als solcher zu erkennen. Am besten man vertraut sich ortskundigen Führern an, und unterlässt Dummheiten wie Spaziergänge allein in der Dunkelheit.
Die Stadt selbst bietet nur wenige Sehenswürdigkeiten. Kulturell und soziologisch Interessierte sollten auf keinen Fall eine geführte Tour durch die Townships, speziell Soweto entgehen lassen. Nordwestlich der Stadt wurden vor Jahren in der Sterkfonteinhöhle die Reste eines berühmten „Vorfahren“ der heutigen Menschen gefunden, das älteste und vollständigste Skelett des australopithecus africanus .Die Höhle gehört zum Weltkulturerbe.
Südlich der Innenstadt liegt Gold Reef City, ein großer Vergnügungskomplex und Themenpark. Dieser Park entstand rund um den alten Schacht Nr. 14 der Crown Mine. Hier ist es unter anderem möglich, sich einen Eindruck vom Leben und Arbeiten der damaligen Minenarbeiter zu verschaffen, da man die Mine in 200 Metern Tiefe besichtigen kann.
Ansonsten ist Johannesburg ein guter Startpunkt für teilweise auch mehrtägige Ausflüge zum Pilanesberg National Park und den Kruger-Nationalpark. Ebenso kommt man von hier relativ zügig nach Maputo, die Hauptstadt von Mozambique, und nach Mbabane, der Hauptstadt des Königreichs Swaziland reisen. Nicht zu vergessen Pretoria im Norden, die Hauptstadt selbst, der wir uns aber in einem weiteren Blogbeitrag widmen werden.
Übrigens gibt es in Johannesburg zwei Austragungsorte der WM, das Soccer City Stadion, in dem sowohl Eröffnungsspiel als auch Endspiel stattfinden werden. Das andere Stadion ist Ellis Park, dort wird es verschiedene Gruppenspiele, ein Achtel- und ein Halbfinalspiel geben.
Joburg liegt auf knapp 1800m Höhe – das bedeutet, dass während der WM die Temperaturen nachts ohne weiteres unter den Gefrierpunkt fallen können. Ziehen Sie sich also entsprechend warm an.
In Kürze werden wir hier weiter schreiben und uns einen anderen Landesteil vornehmen. Bleiben Sie dran!
Fussball WM 2010 Südafrika – Teil 1 Kapstadt
Noch gute 4 Monate, dann beginnt in Südafrika die Fussball WM. Die Spiele werden in Durban, Johannesburg, Kapstadt , Mangaung / Bloemfontein , Nelson , Mandela Bay/Port Elizabeth, Nelspruit ,Polokwane ,Rustenburg und Tshwane/Pretoria ausgetragen. Zwar sind einige dieser Städte in Deutschland kaum bekannt, aber mit Johannesburg, Kapstadt und Durban sind nicht nur die drei größten Städte dabei, sondern auch jene, die sich hervorragend mit einer Reise durchs Land kombinieren lassen. Denn so spannend die Aussicht auf einen Platz im Stadion sein mag, will man sich doch die Attraktionen des Landes nicht entgehen lassen.
Kapstadt ist sicherlich die Perle unter den Städten des Landes. Es ist die einzigartige Lage am Kap der Guten Hoffnung, die dieser Stadt ihre Anziehungskraft verleiht. Am Zusammenfluss von Atlantischem und Indischen Ozean, zu Füßen des berühmten Tafelberges breitet sie sich in einer Ebene aus, deren klimatische Bedingungen nicht nur botanische Seltenheiten hervorgebracht haben, sondern den Tafelberg regelmäßig mit einem Tischtuch aus Nebel überzieht. Gleichwohl ist die Sicht oft genug frei, so dass sich die Fahrt mit der Gondel, oder gar die stramme Bergwanderung zum Aussichtspunkt lohnt. Überhaupt sind die Lichtverhältnisse in der Stadt von solcher Klarheit, dass sich Künstler und Kreative allein deswegen hier angesiedelt haben und die Kulturszene der Stadt lebendig halten.
Die Strände um Kapstadt herum sind feinsandig und sauber. Richtung Kap der guten Hoffnung, bei Nordhoek, gibt es einen, der einen halben Kilometer breit ist und trotz der Nähe zu Metropole kaum besucht wird. Das Kap selbst ist felsig, wellenumtost und eine Art 3-Elementezoo. Im Meer tummeln sich Delphine, Seelöwen und Pinguine, auf den Felsen selbst klettern Antilopen und Paviane, vor deren Zudringlichkeit man sich warnen lassen sollte, und in der Luft führen Tölpel und Albatrosse ihre akrobatischen Übungen vor. Der Mensch bleibt bescheiden und surft bei atemberaubendem Wind auf den Wellen in einer der vielen Buchten, wie Big Bay, Melkbos oder Derdesteen.
Abends trifft man sich am Hafen. Musik, Tanz, Gaukeleien findet man hier in einer entspannten Atmosphäre. Die Küche am Kap kann sich sehen lassen. Leicht, frisch, kreativ, dazu Weine aus der Region um Stellenbosch und Paarl. Man sollte sich Zeit nehmen und gerade dieses Angebot geniessen, denn das gastronomische Ambiente sucht seinesgleichen, und die offenherzige Art der Menschen führt zu unvergesslichen Begegnungen.
Die Stadt selbst lädt zum Souvenirshoppen ein. Afrikana stehen natürlich ganz hoch im Kurs – und Diamanten, der Exportschlager des Landes. Im Zentrum, aber auch an der Waterfront gibt es viele Geschäfte, deren Service gut und zuverlässig ist. Wein wird nach Hause geschickt. Diamanten tragen Sie besser selbst – aber lassen Sie sich ein Zertifikat geben und passen Sie auf sich auf. Carjackings sind zwar rückgängig, aber Vorsicht gehört in jedes Reisegepäck.
In der weiteren Umgebung lockt vor allem der Einstieg in die Garden Route, den berühmten Küstenabschnitt zwischen Kapstadt und Port Elisabeth. Vermeiden Sie hier jede Hektik, lassen sie sich treiben und planen Sie großzügig. Man kann die Strecke zwar in 2 Tagen fahren, aber es wäre ein Jammer um die vielen versteckten Buchten, Strände, gemütlichen Ortschaften und Attraktionen im Hinterland.
In Kürze werden wir hier weiterschreiben und uns einen anderen Landesteil vornehmen. Bleiben Sie dran!